Papst Leo XIV. beginnt an diesem Sonntag seinen ersten Auslandsbesuch im Libanon. Der dreitägige Aufenthalt in dem krisengeschüttelten Land steht unter dem Zeichen der Friedensbotschaft – während weiterhin fast täglich israelische Luftangriffe auf Stellungen der schiitischen Hisbollah-Miliz erfolgen.
Der Besuch markiert die erste Reise eines Papstes in den Libanon seit über einem Jahrzehnt. Papst Benedikt XVI. war zuletzt im Mai 2012 dort. Leo XIV. kommt von der Türkei und reist am Dienstag nach einer großen Abschlussmesse am Hafen von Beirut weiter nach Rom.
Erwartungen an päpstliche Friedensbotschaft
Kardinal Bechara Boutros al-Rai, Oberhaupt der maronitischen Kirche, formulierte im ARD-Interview seine Hoffnungen deutlich: «Er kommt als Botschafter des Friedens, als Botschafter der Hoffnung für die Herzen.» Der Libanon brauche diesen Frieden dringender als jedes andere Land, so der Kardinal weiter: «Viele Menschen brauchen Frieden: inneren Frieden, sozialen Frieden, politischen Frieden. Und der Libanon braucht diesen Frieden mehr als jedes andere Land.»
Matthias Kopp, Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, betonte die besondere Bedeutung: «Das ist etwas Besonderes, vor allem weil die letzte Libanon-Reise eines Papstes 2012 war.» Es sei ein Anliegen von Papst Leo, seinem ersten Wort nach seiner Wahl Taten folgen zu lassen, als er sagte "Der Friede sei mit euch allen", so Kopp.
Umfangreiche Vorbereitungen laufen
Im Kloster Bkerke nördlich von Beirut laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Zum Jugendtreffen werden rund 15.000 Menschen erwartet, zur Abschlussmesse am Dienstag am Hafen von Beirut bis zu 300.000 Besucher.
Toni, zuständig für die Tontechnik, testete die Anlage: «Hier werden sechs verschiedene Chöre auftreten, wenn der Papst kommt - und ein Orchester.» Die Dimensionen beeindrucken selbst erfahrene Organisatoren. «So viele Leute! Ich bin aufgeregt, freu mich - und hab gleichzeitig Kopfschmerzen», sagte Toni.
Eventmanager Niman beschrieb die besondere Verantwortung: «Es ist eine Ehre, dass der Papst kommt.» Trotz Erfahrung mit Großveranstaltungen sei dies anders: «Wir sind Großveranstaltungen gewöhnt, aber das ist hier etwas anderes, eine große Verantwortung! Abends bete ich zu Jesus, 'Hilf mir', dann erst kann ich schlafen.»
Globales Interesse aus der Diaspora
Selbst Libanesen aus der Diaspora reisen für den Besuch an. Ein maronitischer Bischof aus Sydney bringt eine Gruppe von 50 Menschen mit – weit mehr als ursprünglich erwartet. «Australien ist zwar geographisch weit weg, aber selbst die zweite und dritte Generation ausgewanderter Libanesen ist doch noch sehr mit der Heimat verbunden», erklärte er. «Als wir spontan eine Delegation zusammengestellt haben, hab ich mit vielleicht zehn Mitreisenden aus Australien gerechnet - jetzt sind wir 50 Leute.»
Besuch in angespannter Sicherheitslage
Der Libanon durchlebt eine schwere Krise. Israel greift im Süden des Landes fast täglich mutmaßliche Stellungen der Hisbollah an. Erst vergangene Woche schlug eine Rakete in einem Vorort Beiruts ein. Eine Woche vor der geplanten Ankunft des Papstes tötete ein israelischer Luftangriff auf die Hauptstadt den hochrangigen Hisbollah-Kommandeur Haytham Ali Tabatabai.
Die im November vereinbarte Waffenruhe gilt als fragil. Viele Libanesen befürchten eine Eskalation zu einem neuen Krieg. Das wirtschaftlich bankrotte Land kämpft zudem mit grundlegenden Problemen – diese Woche erst überfluteten Straßen in Beirut und das Arbeitsministerium nach starkem Regen.
Die christliche Gemeinschaft, fast so alt wie das Christentum selbst, sieht ihren Einfluss schwinden. Die Schiiten sind mittlerweile die größte religiöse Gruppe im Land, das 18 offiziell anerkannte Glaubensrichtungen zählt.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

2 godzin temu













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